Markt

Der Goldmarkt – Angebot und Nachfrage regeln den Preis

Warum Sie jetzt auf Gold setzen sollten

Seit Jahrhunderten wird der Goldpreis in London durch Angebot und Nachfrage geregelt. Mit dem täglichen Goldfixing von 1919 entstand eine bis heute existierende Marktstruktur.

Doch die jährliche Minenproduktion reicht nicht aus, um die physische Nachfrage zu decken. Nur durch die Wiederaufbereitung von Altgold und gelegentliche Verkäufe der Zentralbanken konnte das Gleichgewicht gehalten werden.

Mit der Zeit verringerte sich die geförderte Goldmenge stetig. Zudem sind die Goldminenbetreiber aufgrund ökonomischer Gesichtspunkte dazu angehalten, die Schürftechniken ständig zu optimieren. Der geringe Goldgehalt im Gestein erfordert immer aufwendigere Techniken, um in der Tiefe kleine Goldadern ausfindig zu machen.

Dies – verbunden mit der hohen weltweiten Goldnachfrage – sorgte für einen dauerhaften Preisanstieg.

hohe Goldnachfrage

hohe Gold­nach­fra­ge

Goldpreis steigt

Gold­preis steigt

geringes Goldangebot

ge­ring­es Gold­an­ge­bot


geringe Goldnachfrage

geringe Gold­nach­frage

Goldpreis sinkt

Gold­preis sinkt

hohes Goldangebot

hohes Gold­an­ge­bot


Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt

Schmuck

2450t

Barren und Münzen

878t

Zentral­banken

588t

Industrie

331t

Goldnachfrage gesamt

4212t

Goldabbau in Minen

3000t

1212 Tonnen
Unterdeckung


Quellen:
World Gold Council; Stand 2015

Der weltweite Umstieg der Nationen in Gold

Chinas Bürger investieren in Gold

Die Nachfrage nach Gold war nie größer als heute. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Edelmetall als Schmuck, als Goldbarren oder als Münzen vorliegt.

China, Russland und viele andere Nationen setzen ihr Vertrauen mittlerweile eher in Gold als in klassische Währungen. Laut Berichten der chinesischen Zentralbank und PBOC sollen die Goldreserven, im Vergleich zu 2015, um das Sechsfache steigen. Dazu werden Devisenreserven, wie bereits in den letzten Jahren geschehen, schrittweise in Gold konvertiert.

Chinas Notenbank hält sage und schreibe vier Billionen US-Dollar an Währungsreserven. Davon sind lediglich 1,8 Prozent in Gold investiert, während der Anteil in Ländern wie den USA, Deutschland, Frankreich, Russland und Indien erheblich größer ist.

China baut seine Goldreserven auf dreifache Weise auf:

  • Die Zentralbank bezieht Gold vom Weltmarkt
  • Die Goldförderung in den eigenen Minen wird erhöht
  • Die Regierung regt ihre Bürger zu privaten Investitionen in Gold an

Zwei Nationen - so groß wie die restliche Welt

In Indien ist Gold nicht nur eine Anlagemöglichkeit. Es hat dort auch eine lange Tradition und ist untrennbar mit der indischen Kultur und Religion verbunden.

Wegen ständig wechselnder Machthaber und Währungen hat sich Gold schließlich als sichere Währung und Anlageform bewährt. Seitdem ist es in der Bevölkerung noch begehrter, als es schon war.

22.000 Tonnen Gold sind im Besitz der indischen Bevölkerung...

...und 600 Tonnen werden jährlich für Schmuck verarbeitet.

China

China
Einwohner

Einwohner

2016 = 1,38 Mrd. Menschen

Mittelschicht

Mittelschicht

2016 = 300 Mio. Menschen ¹
2025 = 500 Mio. Menschen ²

Goldnachfrage Platz 1 für China

Goldnachfrage Platz 1 für China

2015 = 985t ³
2016 = 1100t ⁴

Gründe für die große Nachfrage:

Gründe für die große Nachfrage:

Sicherheitswährung
Wohlstandsaufschwung
Goldbesitzverbotsaufhebung
Anlagenotstand

Fakten:

Fakten:

Würde die chinesische Regierung ihre Devisenreserven von US-Dollar und Euro in Gold konvertieren, wäre der weltweite Goldbestand aufgekauft.

Quellen:
Amt für Statistik (Chinesische Regierung), 1 - Wirtschaftswoche, 2 - Wirtschaftswoche Schätzung, 3 - World Gold Council, 4 - World Gold Council Schätzung

Indien

Indien
Einwohner

Einwohner

2016 = 1,33 Mrd. Menschen

Mittelschicht

Mittelschicht

2016 = 70 Mio. Menschen ¹
2025 = 500 Mio. Menschen ²

Goldnachfrage Platz 2 für Indien

Goldnachfrage Platz 2 für Indien

2015 = 849t ³
2016 = 1000t ⁴

Gründe für die große Nachfrage:

Gründe für die große Nachfrage:

Sicherheitswährung
Wohlstandsaufschwung
Indische Tradition
Goldschmuck

Fakten:

Fakten:

Würde jeder indische Bürger 50 Prozent mehr Gold besitzen oder nur einen einzigen Goldring kaufen, läge der Kurs einer Goldunze bei 4000 US-$ – aktuell liegt er bei 1300 US-$.

Quellen:
1 - National Sample Survey, Amt für Statistik (Indische Regierung), 2 - McKinsey Schätzung, 3 - World Gold Council, 4 - World Gold Council Schätzung

Das Gold geht zur Neige

Der Abbau von Gold wird immer teurer

Weil die Nachfrage nach Gold permanent ansteigt, werden die bekannten Goldlagerstätten bald erschöpft sein. Bisher wurden schätzungsweise 170.000 Tonnen von der Menschheit gefördert. Laut wissenschaftlichen Berechnungen können insgesamt nur noch etwa zwischen 52.000 und 85.000 Tonnen Gold abgebaut werden. Und dabei ist noch nicht geklärt, ob der Abbau wirtschaftlich auch rentabel ist. Bei einer momentanen Goldproduktion von etwa 3000 Tonnen pro Jahr bedeutet dies eine verbleibende Lebensdauer der Reserven von maximal 30 Jahren. Nachgefragt werden dagegen derzeit 4.000 Tonnen Gold jährlich.

Goldvorkommen Weltweit

Dtg Weltkarte

Förderung in Tonnen 2015


China - 490

China - 490

Australien - 300

Australien - 300

Russland - 242

Russland - 242


  • USA - 200
  • Südafrika - 140
  • Ghana - 85
  • Neuguinea - 50
  • Kanada - 150
  • Mexiko - 120
  • Brasilien - 80
  • Rest der Welt - 855
  • Peru - 150
  • Usbekistan - 103
  • Indonesien - 75
  • USA - 200
  • Kanada - 150
  • Peru - 150
  • Südafrika - 140
  • Mexiko - 120
  • Usbekistan - 103
  • Ghana - 85
  • Brasilien - 80
  • Indonesien - 75
  • Neuguinea - 50
  • Rest der Welt - 855

Goldreserven der Zentralbanken 2016

USA:

8133 Tonnen Wert: 292,788 Mrd. €

Deutschland:

3381 Tonnen Wert: 121,716 Mrd. €

Italien:

2452 Tonnen Wert: 88,272 Mrd. €

Frankreich:

2435 Tonnen Wert: 87,666 Mrd. €

China:

1798 Tonnen Wert: 64,728 Mrd. €

Russland:

1460 Tonnen Wert: 52,560 Mrd. €

Das Gold der Menschen in einen Würfel gepresst

Goldreserven Weltweit




Es gibt viel weniger Gold, als Sie denken

Würde man alles Gold der Welt, das bisher von der Menschheit gefördert wurde, in einem Würfel zusammenschmelzen, so hätte dieser eine Kantenlänge von nur 21 Metern – verschwindend gering im Schatten des Eiffelturms!


Quellen:
US Geological Survey, World Gold Council,
World Gold Council, Eigene Recherchen